Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur

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Henriette Vasarhelyi «Seit ich fort bin»

Mirjam Bonin kehrt zur Hochzeit ihres Bruders in ihre Heimatstadt zurück. Auf dem Hof ihrer Kindheit und Jugend werden Erinnerungen wach, an ihre Freundin Anis, die sie verlassen hat, an ihren ersten Freund Driew, mit dem sie ans Schwarze Meer gefahren ist. Doch die Erinnerungen verändern sich mit ihr, und schnell merkt sie, dass sie »die Hoheit über ihre Geschichte« aufgeben muss. Und Heimat? Heimat ist nicht länger das Himmelszelt ihrer Kindheit, es ist das erinnerte Himmelszelt und die Menschen, die sie sich darunter versammeln lässt.

«Und dachte an meine meine Heimat, fucking high, im Gästezimmer zum Hof meiner Kindheit, auf dessen Fußboden ich hockte.»

Mit ihrem Debütroman «immeer» war Henriette Vásarhelyi 2013 für den Schweizer Buchpreis nominiert. In ihrem zweiten Buch greift sie die Fäden der Erinnerung auf, Fäden, die miteinander verwoben sind, von denen manche abrupt enden, während andere sich in die Zukunft weiterspinnen.

»Wie schreibt man über eine Erfahrung, die allen zustoßen kann und einen selbst doch einzigartig betrifft? … immeer ist ein Wagnis und ein gelungenes dazu.« Franziska Hirsbrunner, SRF2 Kultur

Moderation: Rebecca C. Schnyder

Raum für Literatur
Hauptpost / St. Gallen
St. Leonhardstrasse 40 / 3. Stock
Eintritt 15 CHF / ermässigt 10 CHF

 

 

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