Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur

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Detlef Haberland «Lesezeichen»

Jeder, der Bücher liest, kennt Lesezeichen. Sie sind überall dort präsent, wo es Bücher gibt: in Antiquariaten, im Bahnhofsbuchhandel wie an den Kassen der Buchkaufhäuser. Ihre formale Vielfalt ist praktisch unüberschaubar - und doch sind sie sich irgendwie alle ähnlich. Detlef Haberland breitet ihre Geschichte aus, die bis ins Mittelalter zurückreicht, und zeigt die verschiedenen Systeme, die man sich ausgedacht hat, um den Ort der letzten Lektüre zu markieren. Lesezeichen sind zugleich, als Bestandteile der Kultur- und Warenwelt, Zeichenträger, die verschiedene Kommunikationsformen, Bild- und Textsignale kombinieren. Sie sind bei näherer Betrachtung aufschlussreiche kulturhistorische Studienobjekte und viel mehr als nur Lesestellen–Finder.
Lesezeichen markieren die Lesepause und gehören doch zum Buch. Sie werfen einen neuen kulturgeschichtlichen Blick auf das Lesen.

Post Scriptum. Literaturwissenschaft in der Hauptpost
Vortrag, 30. November 2012, 19.30 Uhr
Raum für Literatur, Hauptpost, St.Gallen
Eingang St.Leonhardstr. 40, 3. Stock
Eintritt 15 CHF, ermässigt 5 CHF
Moderation: Carina Gröner

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