Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur

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Lisa Elsässer «Erstaugust»

Eine Frau macht einen Sprachkurs in London und lernt nur ein einziges Wort. Wie einen gefrorenen See betreten zwei ungleiche Schwestern das Feld ihrer Kindheit und kommen sich im Nebel für immer abhanden. Erst August, denkt das aufs Land verschickte Kind am ersten August und wartet weiter auf Post.
In ihren Geschichten verbindet Lisa Elsässer profane Widerstände mit den großen Lebensthemen: Liebe, Sehnsucht, Verlust. Getragen von der poetischen Sprache der
Lyrikerin, vorangetrieben von der Lust am Erzählen, erforscht sie blinde Flecken der Kindheit, wagt zwanglose Liaisons, die ohne viel Worte auskommen, belauert sie die Existenz des Nachbarn auf dem Balkon gegenüber, die der eigenen verdächtig nahe rückt.

"So unbestechlich Lisa Elsässer das menschliche Tun und Lassen auch beobachtet, sie stellt ihre Figuren niemals bloß, sondern begegnet ihnen mit Empathie."
Werner Morlang

Moderation: Rebecca C. Schnyder

Raum für Literatur, Eingang St. Leonhardstrasse 40, St.Gallen / 19.00 Uhr
Eintritt 15 CHF, ermässigt 10 CHF
Mitglieder gratis

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