Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur

Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur

Dr. Daniel Cuonz «Bilanzen lesen, literarisch»

P.D. Dr. Daniel Cuonz referiert über Buch- und Lebensführung bei Gustav Freytag, Gottfried Keller und Thomas Mann. Die Buchführung gilt als kulturelle Errungenschaft mit tiefgreifenden gesellschaftlichen Auswirkungen. Der ökonomische Rationalismus scheint massgeblich an der Entstehung von Denkweisen beteiligt zu sein, die uns heute als Eigenschaften des modernen Menschen selbstverständlich erscheinen: Realitätssinn, Abstraktionsvermögen, Selbstkontrolle. Doch wie steht es mit den mentalitätsgeschichtlichen Nebenwirkungen dieses Bilanz-Denkens? Von ihnen ist die Rede, wenn die Buchführung in literarischen Texten thematisch wird, um eine Reihe von Romanen, in denen dies der Fall ist – und um die Frage, wie aus erzählten Bilanzen herauszulesen ist, was unter dem Strich zählt, auch oder gerade weil es sich nicht rechnet.

Daniel Cuonz, geboren 1975, studierte deutsche, englische und französische Literatur- und Sprachwissenschaften, lehrte an den Universitäten Lausanne und Zürich, und ist heute Lehrbeauftragter an der Universität St.Gallen.

Post Scriptum. Literaturwissenschaft in der Hauptpost
Vortrag
Dienstag, 17
. März 2015, 19.30 Uhr
Raum für Literatur, Hauptpost, St.Gallen
Eingang St.Leonhardstr. 40, 3. Stock
Eintritt 15 CHF, ermässigt 10 CHF
Moderation: Carina Gröner

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